Freitag, 27. Juli 2018

Vom Relativitätsprinzip, Hitze im Büro und Meer

Bestimmte Themen sind nur relativ zu einer Beobachterperspektive definierbar - in welchem Zusammenhang man etwas sieht. So oder so ähnlich stellte schon Albert Einstein fest - und der Mann hat recht!


Endlich Sommer!


Das Thema Sommerhitze in Deutschland in diesem Jahr ist z. B. extrem relativ. Manch einer jubelt vor Glück, für andere ist sie die Hölle. Zweifellos ist die derzeitige Hitzewelle extrem und noch keine Änderung in Sicht (es war fast niedlich, wie im Wetterbericht gesagt wurde, dass es am Wochenende mit etwa 28 Grad "abkühlen" würde ...) , was mir durchaus Sorgen bereitet. Die Natur leidet sichtbar, Wälder brennen ... 😢 - Bei den Menschen ist es unterschiedlich - von der grundsätzlichen Einstellung bis hin zur jeweiligen Situation.

Letzteres stelle ich gerade an mir selbst fest:

Hitze am Arbeitsplatz


Im Büro Atemprobleme (zumindest gefühlt), gelegentlich ein wenig Kreislauf, geschwollene, zuweilen schmerzende Beine und Füße, allgemeines Unwohlsein und am Ende der Arbeitszeit bin ich nur froh, wieder einen Hitzetag hinter mich gebracht zu haben. Für eine leichte Verbesserung sorgen neben gelegentlichen Speiseeis-Gaben Ventilatoren, auf die jedoch beispielsweise der Kollege am Nebentisch leicht ungehalten reagiert, welcher im Übrigen sogar noch ein T-Shirt unter seinem langärmeligen Hemd trägt - krass. Die Stimmung? Nun ja ... 😐

4 Tipps gegen Hitze im Büro


Heute brachte ich mir von Zuhause eine Plastikwanne mit, füllte diese mit kaltem Wasser und platzierte selbige nebst Handtuch unter meinem praktischerweise geschlossenen Schreibtisch. Eine Wohltat für die Füße!!! Ich stellte allerdings fest, dass die Abkühlung dort zwischen Fuß und Knöchel lokal begrenzt blieb, leider nicht den oberen Teil meines Körpers erreichte und nicht einmal das Anschwellen der Beine verhinderte. Trotzdem eine tolle Sache! 😊 Aber zurück zur Relativität.

Nackte Beine, leckeres Eis, ein Ventilator und ein kaltes Fußbad unterm Schreibtisch. :)

Auch ein Montag kann wundervoll sein!


Am Montag dieser Woche hatte ich einen Tag frei und verbrachte ihn mit meiner derzeit urlaubenden Freundin in Cuxhaven.

Spätestens bei der Wattwanderung stellten sich extreme Glücksgefühle hinsichtlich des Wetters bei mir ein, und es wäre einfach nur der Hammer gewesen, den Abend mit einem Aperölchen am Meer ausklingen zu lassen, anschließend vor Ort in einem (möglichst klimatisierten) Hotelzimmer zu übernachten und am nächsten Tag erneut das Meer genießen zu dürfen. "So geht Sommer!" sagen viele und so (!) macht er auch Spaß! Sogar mir, die ich ja eigentlich nicht viel Positives zu Temperaturen oberhalb von 25 Grad sagen kann. Es war so, soo, sooo, soooo schön im Watt mit den Füßen in flachen Prielen und dem warmen Wind am Körper! 😍

Niedrigwasser, Watt und der Blick zur Kugelbake und zum Strand

Aperol Spritz - mein Lieblingsgetränk auch in diesem Sommer :)

Finde mich gerade extrem mutig wegen des Fotos ... - aber danke, liebes Gegenlicht!
Tja, was für ein Unterschied zur Hitze im Alltag mitsamt der Arbeitswelt in manchmal überhitzten Räumen sowie Schlafproblemen aufgrund des schlecht isolierten Schlafzimmers unterm Dach.

Zum Thema Hitze hat (neben bestimmt vielen anderen auch, wo ich aber gerade kaum zum Lesen komme) übrigens auch Fran etwas zu sagen - ihr Thema: "Hundstage: Was zieht man an bei über 30 Grad?"

Die Fähre nach Helgoland wirbelt viel Wasser auf - sieht extrem erfrischend aus, finde ich!

Ach ja, und in Cuxhaven war ich vor gut 2 Jahren auch schon mal - mit mehr Kleidung am Körper und auch fotografierfreudiger unterwegs. Unter diesem Link könnt Ihr Euch das ansehen!

Ist es bei Euch auch so heiß? Wie lebt Ihr damit? 

Und habt Ihr an Euch selbst auch schon einmal so unterschiedliche Empfindungen zu etwas festgestellt, je nachdem, aus welcher Situation oder Perspektive Ihr die Sache betrachtet? Ich bin sehr gespannt!

Donnerstag, 12. Juli 2018

Nudeln mit Garnelen und ein Ausflug mit Mini

Seit ein paar Monaten verfolgt mich ja nun bereits eine diffuse Blog-Unlust, aber trotz dieser "erschwerten Bedingungen" inklusive wiederkehrender Aufhör-Gedanken habe ich es trotzdem immerhin pünktlich zum Inkrafttreten der aktuellen Datenschutz-Grundverordnungs-Richtlinien (DSVGO) hinbekommen, meinen Blog diesbezüglich anzupassen (HIER ein kurzer Kommentar zum Thema DSVGO - ganz nach meinem Geschmack. Lief mir gestern zufällig über den Weg ... ).

Was schreib ich bloß ...?


Themen für einen Blogpost hingegen haben es immer noch nicht so richtig in mein Hirn geschafft. Manches, das mir so durch den Kopf geht, ist mir doch zu privat und mit Mode hab' ich es derzeit nicht so dolle. Mein Gewicht ging seit einem guten Jahr leider stetig nach oben, so dass bereits einige Kleidungsstücke nicht mehr passen und andere einfach nicht mehr gut aussehen. Damit fühle ich mich nicht sonderlich wohl, sehe mich allerdings auch gerade nicht wirklich in der Lage, diese Situation zu ändern. Dazu esse ich einfach viel zu gern - und halt auch viel zu viel. Aber ich bleibe dran ...

Linguine mit Garnelen! Sieht lecker aus? Das Rezept findet Ihr am Ende dieses Posts ...
Das Gewichtszunahme-Problem ist schon ein seeeeehr altes. Ich lebe damit - in wiederkehrenden Etappen - bereits seitdem ich ca. 12 Jahre alt war und jedes Mal, wenn ich denke, ich habe die Sache endlich im Griff, kurz darauf jedoch feststelle, dass es eben doch nicht so ist, zieht mich das psychisch ziemlich runter. Woraufhin ich mich dann meist mit Futtern tröste ... - ein Teufelskreis. 😔

Disziplin? Fehlanzeige. 


In vielen Lebensbereichen kann ich Disziplin ziemlich gut, beim Essen bin ich diesbezüglich jedoch leider raus.

Und ausgerechnet in so einer höhergewichtigen Phase haben wir hier in Norddeutschland schönstes Sommerwetter und meine Kilos und ich stehen vor der alljährlichen Herausforderung, dass wir alle eigentlich lieber mehr als weniger Kleidung am Körper tragen, sich das jedoch nicht mit Außen-Temperaturen von 25-30 Grad verträgt. Und auch nicht mit dem Tragen meiner geliebten Shapewear!

Extrem windig war's an der Elbe ...
Am Wochenende überzeugte mich meine Freundin schon zum inzwischen zweiten oder dritten Mal in diesem Jahr, mich trotz meines Alters (und Gewichtes! - wobei sich das allerdings mehr an anderen Körperregionen bemerkbar macht) doch bitteschön mit nackten Beinen in die Öffentlichkeit zu begeben. Zur Versorgung mit Vitamin D, aber auch überhaupt!

Okay - besagte Öffentlichkeit war jetzt lediglich ein dünn besiedeltes Stück Land im äußersten Norden Niedersachsens, aber man gewöhnt sich irgendwie an seinen eigenen Mut (und Anblick) und merkt dabei auch, dass die Leute gar nicht so abschätzig gucken, wie man sich das so vorgestellt hat. Pssssst ..., UND - trotz heftigen Hangs zur Selbstkritik - dass manch anderer sich doch eigentlich mehr Gedanken um sein Erscheinungsbild machen sollte als man selbst ... 🙈 😬

Die für den Ausflug ursprünglich von mir angezogene, knapp oberhalt des Knies endende kurze Hose sollte auf Geheiß von Mann und Freundin zu allem Überfluss auch noch einem Minirock weichen - oha ...! Aber der wiederum besitzt einen Gummizug und ich fühlte mich wider Erwarten den ganzen Tag extrem wohl drin. Also sch... auf ein paar Dellen, Flecken und Besenreiser an den Beinen - so!

Wir alle drei empfanden den Rock schlussendlich auch als ansehnlicher als die Hose - weiblicher halt. 💁



Im Jahr 2014 beschäftigte ich mich btw schon einmal etwas ausführlicher mit dem Thema "alte Haut/Beine" - nämlich in diesem Post. Damals auch mit Minirock - aber ist halt auch schon wieder 4 Jahre her ...

So, und jetzt noch das tolle Rezept zum Foto oben:

Linguine mit Garnelen


Zutaten:

  • 500 g Linguine
  • 250 g Katenschinken gewürfelt (geräucherter Bauchspeck geht auch)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 60 ml Wermut (bzw. "weinhaltiges Getränk", also Lillet, Martini, Noilly Prat o. ä.)
  • etwas Öl
  • 2-3 EL Pesto rot
  • 200-250 ml Sahne
  • 16-20 grüne Oliven entsteint
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
  • mind. 450 g (TK) Garnelen geschält (oder Scampi)
  • Pergamentpapier

Garnelen ggf. auftauen lassen.

Zwiebeln und Knobi schälen. Zwiebeln würfeln, Knoblauch pressen und beides in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Ablöschen mit dem Wermut, dann Pesto und Sahne einrühren. Garnelen in die Sauce geben und die Hitze kurz erhöhen.
Ca. 5-7 Minuten unter Rühren garen.
 
Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer.

Oliven hacken und unterrühren.

Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Backpapier in große Quadrate schneiden (bzw. fertige Zuschnitte einfach so lassen wie sie sind).
Nudeln in 4 gleichen Portionen in die Mitte setzen, darauf die Garnelen mit der Sauce gleichmäßig verteilen.
Ränder oben zusammenfassen und mit Küchengarn zubinden.

10 min. im Ofen garen, mit Pergamentpapier auf den Teller geben und sofort servieren.

Ich überlege, ob ich beim nächsten Mal die Garnelen direkt nach Zwiebeln und Knobi in die Pfanne gebe und anbrate, bevor die Flüssigkeiten hinzukommen. Falls Ihr eine Meinung dazu habt, lasst sie mir gerne da!

P.S.: Da wir uns direkt schwärmerisch in das o. g. Rezept verliebt haben, verlinke ich es gleich mal bei Sunny im Blog unter ihrem aktuellen Linkup "Fallen in Love".