Donnerstag, 19. Januar 2017

Social life - Gedanken

Schon etwas verdunkelt erinnere ich mich an Zeiten (mindestens 17 Jahre her), in denen meine Kinder noch ziemlich klein waren und ich praktisch täglich mit ihnen unterwegs war. Irgendwelche Verabredungen mit Spielfreunden und deren Müttern gab es eigentlich immer, manchmal traf man sich auch in Kindergruppen oder auf Veranstaltungen - zumindest waren wir sehr viel "on Tour" oder wir hatten selbst Besuch.

Nun sind die Kinder nicht mehr klein - Oktober 2016
Nach einem völlig unerwarteten Schlaganfall meines Mannes im Jahr 2002 - die Kinder waren gerade mal 6 und 8 - und seinem damit einhergehenden Jobverlust änderte sich einiges.
Plötzlich steckte ich praktisch von jetzt auf gleich zwangsweise in einer physisch und psychisch ziemlich belastenden Situation inklusive Vollzeit-Umschulung. Die Familie und damals auch noch meine insgesamt recht aufwändige Zucht von Britisch Kurzhaar Katzen liefen eher so "nebenher", aber dafür lief in Sachen Freundschaften irgendwann gar nichts mehr.

Ich denke, zu 90% war das meine Schuld - ich sah mich einfach an der Grenze meiner Belastbarkeit, zog mich mit der Zeit immer mehr zurück und kümmerte mich nicht mehr. Mir war irgendwie alles zu viel, und da ich den ganzen Tag schon beruflich telefonieren musste, wollte ich zu Hause vor allem vom Telefon nichts mehr hören. Ja, und in den Jahren darauf verselbstständigte sich das Ganze dann und ich gewöhnte mich an den Zustand.

Der Weg zurück, den ich ungefähr seit 2013/2014 erfreulicherweise langsam (aber auch wirklich SEHR langsam ...) wieder eingeschlagen habe, ist nun gar nicht so einfach (kaum zu glauben, aber man kommt echt aus der Übung!), aber ich merke doch, es wird insgesamt. :)

Letzte Woche z. B. hatte ich sogar fast jeden Tag etwas vor und konnte mich nur am Donnerstag nach der Arbeit und am Sonntag träge auf meinem Sofa einkuscheln. Das mache ich nach wie vor auch sehr gerne - zumal ich versuche, mir selbst das Thema Lesen wieder näher zu bringen - auch etwas, das ich früher recht gern tat und irgendwann komplett aus meinem Leben strich - aber meistens gewinnt am Ende doch immer noch die Fernsehkiste ... ;)

Insgesamt arbeite ich jedoch daran, wieder ein (wie vor Schlaganfall und Umschulung) ausgeglicheneres Verhältnis zwischen allen Lebensbereichen herzustellen und vor allem mehr soziale Aktivität zurückzugewinnen. Ich bin inzwischen optimistisch, dass ich das auch dauerhaft hinkriege, selbst wenn ich mich weiterhin manchmal etwas schwer tue. - Auf privates Telefonieren kann ich allerdings nach wie vor im Allgemeinen ganz gut verzichten. ;)

Loop: Tom Tailor (? ... glaube ich ...?)
Strickjacke/Cardigan: Betty Barclay
Langarmshirt: s.Oliver
Jeans: Esprit
Stiefeletten: Gabor

Interessieren würde mich ja nun wirklich sehr, ob irgendeiner meiner Leser in Sachen Privatleben/soziale Kontakte vielleicht schon mal eine ähnliche Phase durchlebt hat wie ich. Vorstellen kann ich es mir zwar kaum, denn kennengelernt habe ich persönlich noch niemanden, bei dem irgendwann gar keine Freundschaften oder mindestens gute Bekannte mehr da waren. Wenn ich während dieser Phase doch mal jemandem davon erzählte - was ich im Allgemeinen jedoch vermied - wurde ich zumindest immer nur seeeehr ungläubig angeschaut ...

Kommentare:

  1. Gunda, mach Dir da nicht zu viele Gedanken.
    Ich war früher so viel unterwegs, "kannte" Gott und die Welt.
    Heute bin ich nicht mehr ständig unterewegs und meine Freundinnen sehe ich nur noch alle paar Wochen und Monate.
    Wie Du stehe ich im Büro unter Strom und muss den ganzen Tag kommunizieren. Heute hab ich es gern ruhig, Musik im Hintergrund, bissal tippen, bissal lesen.
    TV hab ich seit Jahren abgeschafft, lesen tu ich meist im Zug. Das Leben verändert sich. Und privat telefoniere ich inzwischen sehr ungern. Früher ständig. Ich denke das ist auch eine Typfrage.
    LG Sunny

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    1. Eine Typfrage ist das bestimmt auch! ;)
      Zugfahren ist klasse zum Lesen oder auch Musikhören. Hab' ich früher, als ich noch täglich nach Hamburg gependelt bin, auch immer gemacht. Jetzt hab' ich einen "5 Minuten mit dem Auto"-Arbeitsweg, da bin ich meist nur damit beschäftigt, die Werbung im Radio wegzuschalten. ;)

      Ja, das Leben verändert sich irgendwie ständig ...

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  2. Liebe Gunda,
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du damals mit deinen Kräften am Limit warst. Schade, dass die Freunde nicht hartnäckiger waren. Bei so viel Belastung ist das Interesse, sich selbst zu kümmern, wahrscheinlich sehr gering. Mir hätte dafür sicherlich auch die Kraft gefehlt.
    Ohne soziale Kontakte bei Null anfange - kenne ich nach einigen Umzügen zu genüge. Eine Zeit lang bestehen noch alte Kontakte, die schlafen aber meist nach ein paar Wochen oder Monaten ein. Wieder auf neue Leute zugehen, Ideen haben, wo interessante Leute sind. War mir manchmal auch zu viel und dann war ich auch ganz gerne mal für mich. Aber letztlich ist es mir immer wieder gelungen, einen Bekanntenkreis aufzubauen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Vielen Dank für Deine lieben Worte, Andrea! ♥

      Stimmt! Bei Umzügen brechen viele Freundschaften auch irgendwann weg. Oder beim Arbeitsplatzwechsel, wenn man denn dort Freunde hatte. Das Einschlafen von Freundschaften finde ich auch irgendwie immer wieder ein bisschen traurig, aber manche lassen sich später auch wiederbeleben, was wiederum sehr schön ist. :)

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  3. Zuerst einmal finde ich es mutig, den Artikel zu veröffentlichen. Dafür meinen Respekt. Nach der ersten Ehe 1999 war ich zwar abends oder am Wochenende oft einsam, aber Freunde hatte ich immer. Die gleichen heute wie damals. Was mir am aktuellen Wohnort lange fehlte, waren eher Bekanntschaften. Alltagsbegleitmenschen. Dafür sorgt jetzt Paul und das war einer der Gründe für seine Anschaffung, wie ich mal ausführlich beschrieben habe.
    Ich wünsche Dir weiter schöne Schritte in der menschlichen Welt.
    LG nach LG
    Ines

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    1. Ja, überlegt hatte ich auch ein bisschen länger, aber mir war irgendwie danach, mal ein wenig von reinen Outfits und Ausflügen abzuweichen. ;)

      Kleiner Wermutstropfen: Die Schritte in der zwischenmenschlichen Welt haben ja nicht nur positive Seiten ... - man kann sich auch Manches ersparen, wenn man für sich allein zu Hause bleibt ...

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  4. Liebe Gunda
    Telefoniere eher selten.Bin gerne zuhause und gerne allein.
    Freundschaften finde ich schwierig, irgendwie ticken die anderen anders als ich.Bin älter geworden, stehe zu mir!
    Keine ahnung wieso Freundschaften nicht zu stande kommen.Heute akzeptiere ich es.😃💟⛄🐞 Früher fragte ich mich oft
    was an mir nicht gut ist? Heute weiss ich es, einzigartig.
    Liebe Grüsse von mir zu Dir 😃💟⛄🐞 von Bea

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    1. Hm ... nur mit "einzigartig" würde ich mich nicht erklären wollen, selbst wenn es so wäre. ;) Ein paar Kompromisse sollten schon möglich sein, finde ich. Aber irgendwie "passen" muss es natürlich auch.

      Das mit dem "gern allein" krieg' ich aber irgendwie so gar nicht auf die Reihe. :-/

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  5. Doch, ich kann mir das sehr gut vorstellen. Irgendwann macht man dicht. Gut, wenn dann noch einige wenige Freunde bleiben.
    Ich telefoniere nicht mehr gern privat, seitdem ich jahrelang beruflich in der "Hotline" gearbeitet habe.
    Liebe Gunda, ich freue mich, dass ich Dich persönlich kenne. Du bist mir sehr ans Herz gewachsen ♥
    Liebe Grüße Sabine

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    1. Irgendwie scheinen die meisten von uns Bloggerinnen nicht sonderlich gern zu telefonieren, sondern lieber zu schreiben. ;)

      Ganz lieben Dank für Deinen letzten Satz - der tat ziemlich gut! Geht mir mit Dir übrigens genau so. ♥

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  6. Liebe Gunda,
    ich kann Andrea nur zustimmen, es ist wirklich schade das deine Freunde nicht "dran geblieben" sind, andererseits gab es für dich wahrscheinlich auch in der Zeit ganz einfach andere Prioritäten...
    Ich kann mich sehr glücklich schätzen langjährige Freunde zu haben und das obwohl seit fast 2 Jahren bei mir auch die Welt Kopf steht. Hausbau, Kleinkind und Arbeit haben mir ordentlich zu schaffen gemacht und ich habe bis jetzt noch oft den Wunsch mich einfach zurück zu ziehen (und früher war ich überall dabei). Wie Sunny schon schreibt das Leben ändert sich!

    Ich hoffe du findest deinen Weg zurück zu deinem social life!

    Liebe Grüße
    Kerstin

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    1. Vielen Dank, liebe Kerstin! Mit Hausbau, Kind und Arbeit weiß man oft wirklich nicht, wo einem der Kopf steht. Wir haben damals gottseidank nicht gebaut, sondern kurz vor der Geburt unseres Sohnes nur umgebaut - das hat mir schon gereicht!

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  7. Ich denke, es ist nachvollziehbar, dass du in der Situation damals weder Zeit noch Nerven für das Pflegen von Freundschaften hattest. Wobei - mir haben Freunde gerade in schweren Phasen unheimlich geholfen. Das hat mich gelehrt, mir auch dann Zeit zu nehmen, wenn ich eigentlich keine habe. Und auch mal über meinen Schatten zu springen. Wenn das Telefon klingelt und meine Freundin ist dran, dann geh ich ran. Auch wenn ich absolut keine Lust zum Telefonieren habe. Dann sag ich ihr das auch schonmal und wir reden ein paar Stunden später. Aber erstmal rangehen ist Pflicht - es könnte ja irgendwas sein. Sie macht das genauso. Und wenn ich sie nachts um vier anrufe - sie ist da. Alles schon ausprobiert ;-) Und das ist so viel wert, dafür kann ich auch schon mal über meinen Schatten springen.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Du und Deine Freundin, Ihr scheint aber auch ein sehr besonderes Verhältnis zu haben. Da hätte ich das vermutlich auch hingekriegt - oder sie mit mir, so es denn so jemanden gegeben hätte. Bei meinen wichtigen familiären Themen hat das ja auch immer geklappt. Und natürlich ist Rangehen erstmal Pflicht - bei einem solchen Verhältnis kann man dann ja sicher auch problemlos ehrlich über momentane Telefonierunlust o. ä. reden. Aber wie sieht's in den "Rängen danach" aus? ...

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    2. Bis unser Verhältnis so war wie es heute ist, war es ein langer Weg... Und ja, wir haben uns zwischendrin auch mal gehofft. War also nicht gottgegeben ;-)
      Die "Ränge danach" sind ganz gut besetzt. Aber auch dafür ist es manchmal nötig, sich am Riemen zu reißen und am Wochenende, wenn ich denn endlich mal frei habe, nicht aufs Sofa zu sinken, sondern den Arsch hochzukriegen. Fällt mir manchmal schwer. Aber ohne ein bisschen Engagement von beiden Seiten geht halt nix. Im Sommer finde ich das übrigens alles viel einfacher. Gerade zwischen Ende Januar und Mitte März habe ich da mein absolutes Tief erreicht. Wobei das auch so eine Phase ist, in der ich normalerweise an fünf Abenden pro Woche beruflich unterwegs bin. Und das reicht mir dann auch. Danach bin ich platt.

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    3. Ah ja ... - soll ich trotzdem weiter per WA auf Dich einreden oder erst wieder Mitte März? ;)

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  8. Liebe Gunda, mir geht das eigentlich auch so wenn ich mir das überlege. Aber für mich ist es fast eine normale Entwicklung. Das Leben verändert sich. Auch bei Dir ist es eine Veränderung gewesen. Früher waren wir meist mit Paaren befreundet als wir jung waren. Darunter zwei drei beste Freundinnen. Dann kamen Kinder oder auch nicht und schon wsren die Interessen anders. Es gab Scheidungen, umzüge etc. Ich umgab mich mehr mit Mamas, weil die einfach die gleichen Themen hatten. Das waren jetzt nicht immer tolle Freundinnen, aber sie hatten auch kleine Kinder. Also gleiche
    interessen. Dazu war man nicht berufstätig, Viel freie Zeit.
    Jetzt mit 50 sind die meisten unserer Freunde geschieden, haben sich neu arrangiert. Gemeinsamkeiten fehlen oft. Da geht es mir dann ganz genau wie Sunny schreibt. Keine Lust nach der Arbeit noch zu telefonieren oder sich zu treffen. Neue gleichgesinnte wachsen nicht auf Bäumen. Neben dem beruflichen brauche ich keine Kontakte die ich als anstrengend empfinde, was es für mich ist wenn gemeinsame Themen fehlen. Dann bin ich lieber alleine. Meine beste Freundin wohnt in der Schweiz. Virtuell haben wir täglich Kontakt. Es ist leichter geworden seine Freunde in verschiedenen Orten zu haben und Kontakt zu halten.
    Also mach dir keinen Koof, ich finde das normale die Entwicklung.
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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    1. Sei dankbar, dass Du eine so tolle Freundin hast, selbst wenn sie weit weg wohnt. Wenn in solch einer Situation beide Seiten den Kontakt halten können (sogar täglich, wow!!!), fehlt Dir vermutlich auch nicht allzu viel im emotionalen Bereich, wenn Du ansonsten zeitlich ausgelastet bist und das ist ja bei Dir der Fall. Problematisch ist es halt dann, wenn emotional ein großes Loch entsteht ...

      Mit den gemeinsamen Themen gebe ich Dir recht. Da muss es schon irgendwas geben. Und das Bedürfnis nach mehr Zeit für sich ab einem bestimmten Alter höre oder lese ich auch immer öfter. Nur das mit den vielen Scheidungen kriege ich hier irgendwie nicht so mit. Zumindest die meisten Leute, von denen ich hier weiß, scheinen noch zusammen zu sein. ;)

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    2. Das stimmz, Priska ist eine tolle Freundin. Täglich Kontakt, ohne Ausnahme. Tatsächlich ist da emotional immer gesorgt. Wir sind immer füreinander da wenn es mal was zu jammern, meckern etc. gibt. Wenn ivh Rat brauche, oder sie. Wir erzählen uns alles.

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  9. Liebe Gunda,
    leider geht es im Leben nicht immer gleichmäßig zu.Das habe ich auch in jungen Jahren erfahren müssen.Dachte,so, Familie, 2 Kinder , alles gut.
    Nee.Habe mich nach 1O Jahren Ehe scheiden lassen, stand mit 2 kleinen Mädchen(7 und 2 Jahre) alleine da. Kein Unterhalt bekommen,konnte nicht arbeiten gehen, da ich niemanden für die Kinder hatte. Also Sozialhilfe.Habe nach 2 Jahren meinen jetzigen Ehemann kennengelernt, d.h.wir kannten uns schon seit Jugendzeiten.Und nach 1,5 Jahren Probezeit haben wir geheiratet.Das sind jetzt fast 31 Jahre her.Wir hatten , nachdem die Kinder aus dem Haus waren, einige sehr schöne Jahre. Jetzt wird es wieder turbulenter, da 2 Enkelchen da sind. Aber dieser Streß ist positiv.
    Meine beste Freundin hat sich damals von mir abgewandt,als wir uns Eigentum angeschafft habne. Sie war wohl neidisch.Seitdem habe ich keine richtige Freundin mehr, nur noch Bekannte. Auch dies reicht mir voll und ganz. Bin gerne mit meinem Mann zusammen.
    Viele Grüße
    Vera

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    1. Hey, aber dann hat sich doch alles vollkommen positiv für Dich entwickelt. Nach soooo langer Zeit immer noch so richtig gerne mit dem Mann zusammen zu sein - Hut ab! Und gute Bekannte sind doch auch schön, wenn Dir nichts fehlt.

      Beste Freundinnen, die sich aus Neid wegen eines Hauses abwenden sind diese Betitelung nicht wert, finde ich.

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  10. Das kann ich sehr gut nachempfinden, liebe Gunda. Ich finde es durchaus verständlich, dass du neben der Belastung (sowohl psychisch als auch physisch) mit einem erkrankten Mann und zwei kleinen Kindern, Beruf und Haushalt und wahrscheinlich jeder Menge damit einhergehender Sorgen, anderes im Kopf hattest, als das soziale Leben. Das ist natürlich auch wichtig, aber alles andere wahrscheinlich derart in den Vordergrund getreten, weil es einfach wichtiger war. Ja, und irgendwann hat man sich dann mit der Situation arrangiert.

    Einen neuen Freundeskreis aufzubauen ist total schwer. Das mache ich gerade selbst durch und es gelingt mir momentan noch nicht. Ich bekomme dann so zu hören, ich sollte doch mal weggehen. Wo kann man denn bitte schön alleine weggehen mit 47 und Leute kennen lernen? Soll ich mich in die Kneipe an den Tresen stellen zu fremden Leuten und die vollquatschen oder darauf warten, angesprochen zu werden? Im Kino lernt man auch keinen kennen und beim Tanzen auch nicht. Da gehen meistens Paare hin. Also bleibt doch in der Regel nur das Vereinsleben oder man besucht irgendwelche Kurse, bei denen sich vielleicht auch andere Frauen tummeln.

    Ja, wie auch immer. Das kommt sicher alles mit der Zeit. Wahrscheinlich hilft es einfach nur, dran zu bleiben und nicht aufzugeben.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Stimmt. Sport - Verein - Kurse ... ansonsten fällt mir da auch nichts ein. Naja, Internet. Aber wenn es irgendwie passt wohnen die Leute halt doch meistens weiter weg. Oder so. ;)

      Du wohnst auch zu weit weg. Hätte sonst ja jetzt gerade gut gepasst mit uns ... ;) - siehste!?!

      Früher, so zwischen 18 und 28, bin ich ja problemlos allein weggegangen, aber heutzutage wäre es mir grottenpeinlich, irgendwo zu stehen oder zu sitzen und allein schon möglicherweise nur den Eindruck zu erwecken, man würde evtl. darauf warten, jemanden kennen zu lernen. Nee, danke - niemals! ;)

      Nicht aufgeben ist immer gut! :)

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  11. Ach ja, dein Outfit ist übrigens toll!

    LG
    Sabine

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  12. Erst mal Hut ab für diesen sehr persönlichen Post. Und ich schließe mich an: Schade, dass deine Freunde nicht hartnäckiger waren, denn dass du in so einer Situation an deine Grenzen stößt, sollten gerade Freunde verstehen.

    Sonst bin ich on- u. offline gerade sehr maulfaul und sage einfach mal nur: Ja, ich kann das sehr gut nachvollziehen und mich auch sehr gut in deine Situation reinversetzen. Und nein, mehr schreibe ich jetzt nicht dazu - das würde zu persönlich werden. ;)

    Lieben Gruß
    Anna

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    1. ;) - Ich danke Dir auf jeden Fall für Deinen Kommentar und Dein Verständnis! Alles gut, mit "maulfaulen" (DEIN Ausdruck! ;) ) Leuten hab' ich ziemlich viel zu tun, insofern bin ich da (zwangsläufig) recht genügsam, aber gerade das ist auch mit ein Grund dafür, mal selbst ein bisschen persönlicher geschrieben zu haben. Ist ja schon auch schön, wenn die Kommentare dann anders ausfallen als die berühmt-berüchtigte "nice Outfit"-Meldung ... ;)

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  13. Hallo Gunda,

    kann mich gut in deine Lage versetzen, bin einen ähnlichen Weg gegangen. Heute kann ich sagen, es braucht Zeit. Mindestens die Zeit die dazu geführt hat bis es soweit kam und u brauchts ein Aufgabe die dir Spass macht und dich erfüllt... Mach weiter so...

    Gruß Elke

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    1. Hallo Elke,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung und das Mutzusprechen! :) Das mit der erfüllenden Aufgabe ist natürlich nicht so einfach ...

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  14. Liebe Gunda,
    auch bewundere deinen Mut mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen,aber ist gut so! Es geht vielen Menschen ähnlich wie dir. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, wenn bestimmte Lebensumstände eintreten, erkennt meist "wahre Freunde". Ich bin jetzt im Rentenalter und habe nur noch eine Freundin und sonst Bekannte. Je älter man wird,um wählerischer wird man auch selber mit neuen Freundschaften. Habe Geduld mit dir und tue was dir Freude bereitet.
    Liebe Grüße RIKA

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    1. Liebe Rika, auch Dir vielen Dank für Deine Worte! Soooooo extrem mutig finde ich mich eigentlich gar nicht mit diesem Thema, aber jeder Mensch hat ja so seine ganz eigenen Bereiche, in denen ihm Dinge unangenehm sind - oder eben auch nicht. Außerdem hatte ich ja nichts zu verlieren, sondern kann eigentlich nur gewinnen, oder?!? ;)

      Und Geduld ... - ja, das ist eine weitere, ganz andere Baustelle ... ;)

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  15. Hey Gunda,
    sehr persönlich heute! Mach' mal schön langsam weiter, wir haben Zeit!
    Ich kenne es ähnlich von einer Freundin, die mit neuem Kerl uns alle (alte Freunde) aus ihrem Leben kickte. Als der Typ dann zum Ex wurde, waren wir wieder "gut genug". Erst habe ich mich darauf eingelassen, als sie dann ausreichend getröstet war, habe ich mich meinerseits zurückgezogen. Ich bin ziemlich rigoros mit Leuten, die mir nicht gut tun und die nicht genug heizen :-)
    Liebe Grüße, Bärbel

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    1. Eh ... also sehr ähnlich finde ich Deine Schilderung jetzt ehrlich gesagt nicht. Aber ohnehin ist jede Geschichte einzigartig und immer von von mehreren Seiten aus betrachtbar, und jeder muss wissen, was ihm aus welchen Gründen wichtig ist oder eben auch nicht und ob er eher eine harte oder die weichere Schiene fährt.

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  16. :-) Liebe Gunda,
    das ist ja wirklich eine persönliche Geschichte heute bei Dir. Und ich freue mich, dass ich da gerade vorbei schaue. Puh, da hast Du ja echt was hinter Dir und ein ordentliches Päckchen zu tragen! Hat sich Dein Mann erholt? Geht's ihm wieder besser?
    Ja, ich kann in dieser Richtung auch über ähnliche Erfahrungen berichten. Mein Göttergatte hat(te) mit schwersten Lungenproblemen zu kämpfen - ist dem Sensenmann in den letzten 18 Monaten 2 x von der Schippe gesprungen. Das war keine leichte Zeit - für keinen von uns. Wenn man dann für alles "zuständig" ist, kommt irgendwann der Punkt, wo man auch einfach nicht mehr kann. Allein schon über Wochen täglich nach der Arbeit in's Krankenhaus fahren und den geliebten Menschen trösten und aufbauen wollen. ABER WER TRÖSTET MICH? Ich habe das Telefon öfter einfach klingeln lassen. Ich wollte einfach nur meine Ruhe.
    Allerdings habe ich versucht mit der Bloggerei zu motivieren und das hat mir wirklich geholfen.
    Ich danke allen Freundinnen und Bekannten, die mir trotz meiner großen Unlust zur Seite gestanden und mich aufgebaut haben.
    Du bist auf dem richtigen Weg, schön, dass es Dir auch besser geht.
    Alles Liebe :-)

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    1. Das finde ich ja immer besonders schön: Wenn man sich öffnet, tut das auch manch anderer. Danke Dir für Deine ebenfalls sehr persönlichen Worte, liebe Claudia! ♥

      Genau das mit dem "wer tröstet mich" habe ich auch häufig gedacht. Von außen kam damals meistens nur sowas wie "Du musst doch auf deinen Mann Rücksicht nehmen". Et tat allen Leid - natürlich, mir auch. Aber dennoch ...

      Ich denke, mir hat damals der Alltag mit den Kindern geholfen, und anfangs hatte ich ja auch noch Freundinnen. DAS änderte sich erst mit Beginn dieser Umschulung, als ich halt 40-50 Std. pro Woche arbeiten musste. :-/

      Mein Mann hat neben ein paar anderen kleineren Dingen in erster Linie einen Gesichtsfeldausfall zurückbehalten (nach einem Schlaganfall können Teile des Sehvermögens aufgrund geschädigter Hirnareale verloren gehen). Ich bin einfach froh, dass ich ihn behalten durfte! Geht Dir vermutlich genau so ... - Euch auch alles Liebe!

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  17. Huhu liebe Gunda,
    finde ich toll, so einen persönlichen Post zu schreiben. Danke, dass Du uns mit in deine Welt mitgenommen hast.
    Mein Verhältnis zu meiner Umwelt hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Früher waren mir Freunde sehr wichtig. Nachdem ich jetzt mehrfach "abserviert" worden bin, muss ich auch erkennen, dass ich einfach auf einer anderen Wellenlänge als die meisten Menschen unterwegs bin und mich für eine Annäherung nur eine Zeitlang "verstellen" kann. Viele Menschen empfinde ich als unaushaltbar langweilig. Und auch wenn ich mich gerne auf mein Gegenüber einstelle und mich öffne, kommt im Gegenzug sehr viel seltener etwas "zurück".
    Kleine Glücksmomente kann man trotzdem mit vielen, auch wildfremden Menschen haben. Ich halte mich nun etwas abseits und erwarte nichts mehr. Das klingt zwar etwas Öde, und das ist es vielleicht auch, aber ich komme gut klar damit.
    Neu werden die Karten gemischt, falls mein Mann irgendwann "wegfällt", denn er ist meine feste Bezugsperson. Dann werden wir sehen, wie ich mich wieder in die soziale Welt stürze. Es ist halt, wie es ist, und auf sozialer oder emotionaler Ebene kann man nun sein Glück nicht erzwingen. Ein bißchen hat das Leben ja auch damit zu tun, schwierige Situationen aushalten zu können, und ohne freundschaftlichen Rückhalt durchs Leben zu gehen, gehört sicherlich auch dazu.
    Ich drücke Dich aus der Ferne und finde, dass Du vieles ganz toll geregelt bekommst! Viele liebe Grüße von
    Edna Mo

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    1. Hach, schööööön. Danke für Deinen tollen, lieben und sehr persönlichen Kommentar! ♥ Ja, das mit dem Mann als fester Bezugsperson ist bei mir das Gleiche in Grün. Er ist nur dummerweise auch noch 17 Jahre älter als ich ....... :-/

      "Abserviert" wurde ich auch bereits - leider im Allgemeinen ohne jegliche Erklärung, obwohl ich jeweils nachgefragt hatte. Das finde ich ziemlich unschön.

      Ich würde mich ja sehr gern mit Dir über all diese Themen aus dem 2. Absatz Deines Kommentars unterhalten, könnte mir allerdings dummerweise auch vorstellen, dass ich ebenfalls bei den in Deinen Augen "Langweiligen" eingestuft würde. ;) Offenheit allerdings kann ich gut! :)

      Drücker zurück!

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  18. Hallo, liebe Gunda!
    Solide Freundschaften zu finden, die auch mal eine Funkstille durch knappe Freizeit bzw. persönlicher Erschöpfung überstehen, ist wirklich schwierig. Ich glaube, da tun sich wohl Männer etwas leichter, da sich gerade Frauenfreundschaften mehr über regelmäßige gemeinsame Gespräche und emotionalen Austausch definieren. Männer sind da irgendwie unkomplizierter. Da genügt oft schon das Wissen, dass der andere ein guter Kumpel ist. Mit meiner Schwester habe ich auch so ein Verhältnis: Wir telefonieren zwei-, dreimal im Jahr und sehen uns alle zwölf Monate. Aber wir kennen uns einfach gut und sind uns nah. Da gibt es trotz dieser fehlenden sozialen Fellpflege nie ein 'Fremdeln'.

    Je älter man wird, um so schwerer ist es, eine belastbare Beziehung zu anderen aufzubauen. Die Zeit ist knapper, Fehler stören schneller und Gemeinsamkeiten werden immer wichtiger. Und es ist wohl wie in der Liebe: Freundschaft kann man nicht suchen, die findet man. Am besten, man trifft irgendwo Gleichgesinnte (VHS, Verein, Ehrenamt, Sport). Man genießt die Zeit mit diesen und ist offen. Vielleicht wächst man durch die gemeinsame Zeit so zusammen, dass man mal was anderes zusammen unternimmt. Aber wichtig ist und bleibt es am Ende trotzdem, dass man auch alleine mit sich selbst glücklich ist. Denn mit Druck wird das in der Regel nix...

    Ich halte Dir mal die Daumen, dass Du wieder zufriedener mit Deinem Sozialleben wirst. Aber, Mensch, Du wirkst auf mich so nett, munter und sympathisch, das muss ja was werden, oder?

    Liebe Grüße!

    Hasi





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    1. Naja, mal gucken, nech?!? ;)

      Als nicht weniger schwierig als das "Freundschaften finden" (stimmt - Männer sind da deutlich entspannter - die würden sich auch gar nicht erst solche Gedanken machen) empfinde ich übrigens das "alleine mit sich selbst glücklich sein". Ich bin jemand, der wahnsinnig schlecht entspannen kann, das kommt also erschwerend hinzu. Aber vielleicht macht auch hier Übung den Meister.

      "Fehler stören schneller" als früher, findest Du? Ich weiß nicht, das ist mir jetzt noch nicht so aufgefallen. Obwohl: Da kommt es sicherlich auch drauf an, worum es geht. In einigen Dingen bin ich auch deutlich intoleranter geworden, das stimmt schon.

      Danke Dir für Deinen tollen Kommentar, liebe Hasi! ♥

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  19. Danke für Deine Offenheit!Ich sitze hier und nicke heftig, weil ich das alles kenne! Als junge Mutter war ich aktiv im Kindergarten, in der Schule, diversen Sportvereinen usw. Das Haus war immer voll, keine Feier unter 20 Personen - das blieb auch so bis zu meiner Trennung 2007 (nach 22 Jahren)Früher war ich viel unterwegs (auch Bloggertreffen) heute bin ich froh wenn ich meine Ruhe habe! 2007 wurde das Aia-Jahr ausgesprochen, Aia steht für Alles ist anders - so haben meine Kinder und ich es genannt, unser Leben wurde total umgekrempelt! Von Eigentum ohne finanzielle Sorgen, eiskalte Ehe - hin zu Mietwohnung mit finanziellen Sorgen aber inniger heißer Liebe! Die Kinder und ich mussten lernen damit zumzugehen und HEUTE kann ich sagen wir haben es alle geschafft! Freunde sind keine geblieben, diese haben noch geholfen beim renovieren/Umzug, waren dananch noch 1-2xzu sehen und als sie merkten das mein Sonnenschein bleibt - waren sie weg! Sogar Verwandte (Patentanten meiner Kinder), die eigene Oma alle haben sich abgewandt - das tat weh! Wie konnte ich es mir erlauben die Ehe zu brechen und mir MEIN Leben zurückzuholen! Eine Freundin ist geblieben, wir treffen uns unregelmäßig - schreiben via FB oder SMS aber wir sind da füreinander! Heute bin ich arbeiten was mir sehr viel Kraft abverlangt (mit 44 erst die Ausbildung gemacht)und ich oft zu platt bin noch irgendwas zu machen! Ich geniesse die Zeit mit meinem Sonnenschein, er hält mir den Rücken frei und schmeisst den Haushalt (Frührentner) - manches mal sprechen wir darüber, das es schön wäre noch ein Paar zu haben, mit denen man gemeinsam was unternehmen kann - aber wo soll man in der heutigen Zeit Leute kennenlernen? Mein Dienstplan ist auch nicht so toll für Unternehmungen - also bleiben wir unter uns! Mein Mann ist aus vormals beruflichen Gründen sehr introvertiert fremden Menschen gegenüber und ich bin immer offen und mein Sprachrohr ist das I-net, mein Blog! Er kann das nicht nachvollziehen! Ich geniese meine Ruhe, klar gibt es Tage wo ich dem Trubel nachtrauer, aber das ist dann auch schnell vorbei! LG Patricia

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    1. Oh, was für eine Geschichte! Ich hätte sicherlich den gleichen Weg eingeschlagen wie Du 2007. Ein Partner, mit dem das Zusammenleben passt, ist wirklich Gold wert. Bei uns ist die Situation ja im Prinzip genau wie bei Dir - ich arbeite Vollzeit (bei der Umschulung war ich 40), er ist der "Hausmann", und das Thema mit dem fehlenden Paar für Unternehmungen hatten wir auch gerade am Wochenende. Allerdings ist das wirklich schwierig, wenn dann schon 4 Leute zusammenpassen müssen - der Mann und ich sind auch nicht so wahnsinnig "massenkompatibel" - introvertiert allerdings auch nicht. ;)

      Auch Dir ganz herzlichen Dank für Deine Offenheit!!!

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  20. Toll das du darüber sprichst! Bei mir kommen krankheitsbedingt immer wieder Phasen wo ich keinen Nerv für Freunde habe. Aber wenn es mir dann besser geht, sind die wichtigen Freundinnen immer noch da :) Ich weiß das sehr zu schätzen, so etwas ist nicht selbstverständlich.
    Für dich freut es mich das du langsam in ein Leben mit sozialen Kontakten zurückkehrst. Denn auch wenn man sich nicht ständig trifft und auf der Pelle hockt, ist es doch schön zu wissen, das da jemand ist der nachfragt. Es ist ein gutes Gefühl, das es Menschen gibt, mit denen man sich treffen kann wenn man es möchte gell :)
    Liebe Grüße <3

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    1. Dass manche aus Krankheitsgründen, nervlich bedingt o. ä. keine Lust auf Kontakte haben, DAS stelle ich auch häufig fest - und das liegt garantiert am Alter. Früher war das irgendwie anders. Aber ich finde es okay, mann muss nur den Umgang damit lernen.

      Beim "guten Gefühl", welches Du am Ende ansprichst, bin ich noch nicht so ganz angelangt, ich befinde mich ja quasi noch in der "Bauphase". ;)

      Liebe Grüße zurück! ♥

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  21. Hallo Gunda, auch von mir erstmal meinen Respekt für diesen Post. Es ist sicher nicht einfach, so private Dinge öffentlich zu schreiben.
    Was Freundschaften angeht, habe ich ähnlich wie Love T. eben auch durch meine Krankheit oft keine Kraft Freunde zu treffen. Meine alten, festen Freundschaften überstehen das aber schadlos. Auch wenn man sich nicht sieht. Telefonieren ist mir auch oft zu anstrengend, ich chatte dann lieber mal.
    Neue Freunde hab ich in gesunden Zeiten durchs Tanzen kennengelernt. In der Tanzszene kann man ja zum Glück auch mit Ü40 noch ausgehen, ohne dumm angeschaut zu werden. Aber auch in meinen Krankheitsphasen habe ich neue Freundschaften schließen können. Durchs Internet. Meist habe ich diese in Foren kennengelernt. Daraus sind nun inzwischen auch schon tolle feste langjährige Freundschaften entstanden, obwohl man sich persönlich nicht oder nur alle Jubeljahre mal sieht.
    Das einzige was mir nach meinem Umzug vor 3 Jahren etwas fehlt, ist das spontane Besuchen von guten Freunden: Dieses: "Biste zu Hause? Dann würd ich mal auf nen Sprung vorbei auf nen Kaffee" das habe ich derzeit leider nicht mehr. Dafür müsste ich mir hier erste Freundschaften aufbauen, die in der Nähe wohnen.
    Deine Rückzugsphase ist verständlich, wenn man zuviel um die Ohren hat und ausgelaugt ist, kann man eben nicht alles wuppen und manchmal wird es eben zum Selbstläufer und man gewöhnt sich dran. Aber nun biste ja wieder unterwegs. Alles hat eben seine Zeit. Rückzüge genauso wie volles Programm.
    Sei lieb gegrüßt
    Bianca

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    1. Stimmt - alles hat seine Zeit. Wäre ja auch langweilig, wenn immer alles gleich liefe. ;)

      Ja, über Foren, in denen es um gleiche Interessen oder Situationen geht, lernt man sicherlich auch ganz gut mal neue Menschen kennen, das habe ich ja auch erlebt mit dem ü30-Blogger-Forum! :) Schön, wenn man dann den Weg vom Schreiben zum persönlichen Kennenlernen findet. Das Internet ist generell unglaublich hilfreich in dieser Hinsicht - zumindest für Leute, die lieber schreiben als telefonieren. :)

      Ich hoffe, es geht Dir schon wieder ein wenig besser?

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    2. Nein geht mir leider noch nicht besser, aber ich hoffe bald :-)

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  22. Hallo Gunda, schön deinen Artikel zu lesen. Mir geht es ähnlich wie Dir. Mein Mann und ich sind Gott sei Dank gesund, div. Lebensgefährliche Operationen habe ich gut überstanden. Aber ich wohne an einem Ort, wo viel getrascht wird und dementsprechend auch meine negativen Erfahrungen damit gemacht habe.So das ich meinen Freundeskreis eher klein und bescheiden halte. Aber dafür dann doch "fast" regelmässig.Aber ich lerne gern auch neue Menschen kennen. Telefonieren... ja das kenne ich. Ich bin Einkäuferin und nach der Arbeit telefonieren.... Nein Danke. Mein Ohr dröhnt noch vom Tag. Was aber leider eine gute Bekannte nicht versteht und wenn dann um 21 Uhr das Telefon geht, wo ich im Grunde abschalten möchte, das versteht Sie nicht. Schade ! Danke für deinen ehrlichen Bericht. Er tat mir gut. Da ich schon dachte ich bin anormal. Vielleicht lernen wir uns ja mal in 2017 persönlich kennen. lg, Elke

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    1. Oh, das freut mich ja besonders, wenn ich mit meinem Post sogar jemand anderem gut tun konnte! Schön! :)

      Die Situation mit den guten Bekannten, die einen trotzdem anrufen, obwohl sie wissen, dass man es nicht so gern hat, ist ein bisschen schwierig. Einerseits ist es ja schön, dass sie hartnäckig bleiben, andererseits fragt man sich irgendwann, was die Beweggründe sein mögen: Ist es wirklich das Interesse an der angerufenen Person (obwohl die ja gar nicht so viel Wert auf die Anrufe legt?!) oder aber doch eher das Erfüllen eigener Bedürfnisse ("ICH MÖCHTE jetzt aber telefonieren"). Natürlich möchte man auch die Bedürfnisse der guten Bekannten erfüllen - wenn es also gelegentlich mal vorkommt: Okay. Aber seine eigenen Bedürfnisse (eben NICHT telefonieren "müssen"!) will man natürlich auch nicht dauerhaft dafür hintenanstellen ...

      Wie gesagt: Schwierig!

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  23. Liebe Gunda, ich hatte auch mal eine Rückzugphase. Vielleicht braucht man da einfach mal eine Auszeit von der Welt und dann irgendwann sagt einem das eigene Innere wieder, es ist Zeit für neues. Zeit für Lesen, Zeit für sich mit Menschen umgeben oder wer weiß, vielleicht schlummert da noch etwas ganz Neues.
    Das gute bei mir war, dass meine echten Freunde diese Phase bei mir so leidensfähig durchgehalten haben. Da gabs vielleicht mal klare Worte, aber auch heute sind diese Menschen noch ein enger Bestandteil meines Lebens. Freunde sind halt doch die Familie die man selbst wählt <3
    Ich wünsche dir, dass dein Leben noch ein paar dieser neuen "Familienmitglieder" für dich bereit hält.
    Liebe Grüsse Ela

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    1. Danke, Süße! ♥ Ja, das wäre schon ziemlich schön. Mal gucken, ne?!? Ich halte Dich ja eh auf dem Laufenden ... ;)

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  24. Liebe Gunda,
    danke für deinen interessanten Post. Ich kenne eine ähnliche Situation. Bei uns war es damals eine 3 jährige lange Bauphase die uns alles abverlangt hat. Damals ist alles schief gegangen was bei einem Hausbau passieren kann. Es war eine Beziehungsprobe und Kraftakt. Ich war froh das ich es noch ins Büro geschafft habe. Wenn einmal Zeit blieb sind wir nur mehr vor dem Fernseher gesessen und haben nichts gemacht. Wir waren wie gelähmt und Soziale Kontakte wurden auf Null reduziert. Zum Glück sind mir ein paar Freunde geblieben. Darüber bin ich sehr glücklich.

    Dein Weg zurück wird ebenfalls funktionieren. Du wirst sehen! Schön langsam aber es wird!

    Alles Liebe
    Natascha

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    1. Hallo Natascha - lieben Dank für Deinen Kommentar und Dein Verständnis. Manchmal denke ich, dass man in einer solchen Situation wohl irgendwie gewesen sein muss, um sie wirklich nachvollziehen zu können.

      Oh ja, das Bauen oder auch "nur" Umbauen von Häusern ist auch etwas, das definitiv schon einige Paare auseinandergebracht hat, soweit ich las und hörte - sogar eher als Freundschaften, vermute ich mal. Wie gut, dass Ihr es offenbar heil überstanden habt!

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  25. Weiß du liebe Gunda, ich habe mehr als genug durchgemacht in meinem Leben, aber ich bin unendlich dankbar für meine Freunde, weil die immer für mich dort waren und weil ich weiß, dass ich ihnen viel bedeute! Das tut sooo gut!Ohne Familie und Freunde kann ich mir ein Leben sehr schwer vorstellen.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Herzliche Grüße,
    Claudia

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    1. Das glaube ich Dir gern, liebe Claudia. Du bist auch so ein herzlicher Typ - ich kann mir Dich eigentlich auch nur mit einem ebenso herzlichen großen Kreis Freunde vorstellen! ♥

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  26. Da hast Du es beileibe nicht immer leicht gehabt, liebe Gunda. Und ich habe höchsten Respekt vor Dir, dass Du jetzt so auf Dich schaust. Und wer hätte Dich nicht gerne zur Freundin <3
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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