Dienstag, 29. September 2015

In den falschen Farben?

So, den bösen Jetlag habe ich ungefähr seit Sonntag (5 ganze Tage hat das tatsächlich gedauert!!!!) im Griff, und seit heute muss ich nun auch wieder arbeiten.

Meine knapp 1.000 Japan-Fotos habe ich zwar gesichtet, aber noch keine Idee, welche davon ich Euch - und mit welcher Begründung ;) - vorstellen darf / kann / möchte.

Damit ich mich aber nicht ganz so rar mache, habe ich gleich heute - zumal seit über 2 Wochen erstmals wieder in einem Nicht-Urlaubs-, also in einem vorzeigbareren Outfit unterwegs - ein paar Fotos knipsen lassen.

Praktisch ganz in Braun war ich ... oh oh ... - so gar nicht das Richtige für den Wintertyp eigentlich. Aber mir war am Morgen halt danach, und obwohl meine Chefin mich als "ein wenig blass um die Nase" empfand, ging es mir gut mit diesem Look. Nur meinen Füßen nach Feierabend nicht mehr - diese Stiefel sind ganz schön hoch ...






Lederjacke: GERRY WEBER
Pulli: Witty Knitters
Rock: Michael Kors
Strumpfhose: No name
Stiefel: Paul Barritt
Tasche: No name
(gibt es eigentlich eine spezielle Bezeichnung für diese Art Taschen mit nur einem Henkel?)

Meine Kette ist übrigens ein Souvenir aus Japan. :) Gut, nicht wirklich landestypisch, ich denke, so etwas bekommt man hier auch, aber ich sah und kaufte sie nun einmal dort in Kyōto.


Und mit ihr kann ich endlich auch mal wieder bei Sunnys aktuellem Link-Up "Um Kopf und Kragen" mitmischen. Yay! :) 

Ha, und da der September noch nicht zu Ende ist und ich in diesen Klamotten so waaahnsinnig schlank aussehe (*hust ...*), springe ich auch gleich noch zu Ines und ihrer "schmalen Linie im September" rüber! :))

Freitag, 25. September 2015

Ein Lebenszeichen mit Jetlag

Auch bei Reisen in andere Zeitzonen möchte unsere innere Körperuhr lieber weiter nach ihrem gewohnten Rhythmus ticken und sich nicht so gern neu anpassen. Ich hatte mich vor unserem Flug nach Japan im Internetz informiert: Das Verkraften von Langstreckenflügen vom Westen in den Osten soll besonders schwierig sein, las ich, da sich der Tag verkürzt und uns Stunden verloren gehen. Umgekehrt - also von Ost nach West fliegend - bekommen wir Stunden geschenkt, was unser Körper besser verkraftet, heißt es. Alles wissenschaftlich belegt.

WARUM BITTESCHÖN IST ES BEI MIR DANN EIGENTLICH UMGEKEHRT???

Zwischenstopp in Helsinki mit finnischer Cola
Am 13.09. flog ich morgens um elf Uhr unserer Zeit ostwärts nach Japan, wo ich nach deren Zeit am 14.09. ebenfalls morgens um halb neun ankam. Schlafen im Flugzeug hatte wie befürchtet nicht funktioniert. Ich konnte noch nie im Sitzen schlafen, zumal zwischen 2 schmalen Sitzen eingekeilt, ohne Beinfreiheit und ohne halbwegs flache Körperposition. Leider.

Die bisher teuersten Baguettes meines Lebens. Stück 10,50 Euro!!!!! - Dafür knochentrocken ... :(
Flugzeug-Essen
Bloß gleich dem neuen Rhythmus anpassen, heißt es in den Zeitzonen-Reisetipps. Unser erster Tag in Japan war sonnig und schön und wir nutzten das auch aus. Liefen die meiste Zeit herum, da man, sobald man saß, doch schnell müde wurde. Um 21 Uhr ging's ins Bett und bereits ab dem nächsten Morgen war alles super. Wider Erwarten keinerlei Jetlag-Probleme.

Typisch Japan: Diese Getränkeautomaten gibt es üüüüüüberall. Ausgesprochen praktisch!
Aber zurück?? Der angeblich einfachere Weg von Ost nach West?

Abflug am 22.9. nach japanischer Ortszeit 11:30 Uhr - aufgestanden war ich bereits 6 Stunden zuvor um viertel vor sechs - das Hotel lag halt nicht in Flughafennähe. 

Japan von oben - Brücke zwischen Flughafen Kansai und der Präfektur Ōsaka
Ankunft in Hamburg - wieder mit Zwischenstopp in Helsinki - 14 Stunden später - Ortszeit 18:30 Uhr. Dieses Mal habe ich im Flugzeug tatsächlich etwa eine Stunde geschlafen. Ich konnte die Beine ausstrecken, da ich den "Emergency Door"-Sitz hatte. Gar nicht so schlecht wie befürchtet. Und 3 Filme habe ich geschaut ... :)

Gegen 21:30 Uhr verschwand ich ins Bett, dachte, damit würde nun alles schnell in die richtigen Bahnen gelenkt werden ... - tja, und dann war ich nachts 2x wach und morgens um halb sechs war an Schlaf überhaupt und gar nicht mehr zu denken. - Hallo?? Halb sechs??? 5 Uhr dreißig?? Was soll denn der Mist?!?

Abfalltrennung in Japan - übrigens ... s.u. *
Na gut, also raus aus der Koje, dem Tatendrang nachgegeben und einiges erledigt. Am Spätnachmittag plötzlich müde hoch zehn. Habe mich jedoch zusammengerissen, bin sogar zum Sport und erst um 22:30 Uhr schlafen gegangen. Wie gesagt - man soll sich ja umgehend dem Tagesrhythmus anpassen ...

Am Donnerstag war es leider kaum besser. Wieder in der Nacht wach gelegen und unsinnigerweise früh fit, am Nachmittag furchtbar müde. Menno ...

Ich scheine wohl mal wieder eine Ausnahme von der West-Ost bzw. Ost-West-Regel zu sein.

* Noch ein Wort zum Thema Mülleimer in Japan: Diese hier habe ich am Flughafen entdeckt - ansonsten gibt es praktisch keine, maximal für die Plastikflaschen oder Getränkedosen aus den Automaten neben den Automaten. Riesenstädte mit Massen an Menschen, überall kann man verpackte Dinge kaufen, aber seinen Müll wird man nicht los. Und besonders erstaunlich in dem Zusammenhang: Es liegt trotzdem kein Müll auf der Straße herum wie hier in Deutschland. Die Japaner packen ihren Müll diszipliniert in ihre Tasche und entsorgen ihn zu Haus - und die Touristen passen sich tatsächlich weitestgehend an. Respekt!

Mittwoch, 16. September 2015

Bin in Japan

Leider ein sehr unscharfes Bild ...
Während Ihr das hier lest, werde ich mich zusammen mit meinem Sohn tatsächlich (hoffentlich! - von wegen sicherer Flug und so ...) für eine gute Woche in Japan befinden. Der Rest der Familie ist allerdings zu Hause, also Einbrechen is' nicht, liebe Ganoven!

Der Sohn verbrachte ja nach seinem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr in jenem Land und liebt es inklusive seinen Bewohnern sehr.

Mich hingegen zog es in meinem Leben bis dato mal so null dort hin. Als er mir jedoch den Vorschlag machte, gemeinsam ein paar Tage in Japan zu verbringen, damit er mir ein wenig Land und Leute zeigen kann, fühlte ich mich glücklich und sehr geschmeichelt ob dieses Vorschlags (Mütter finden es ja per se superspitzenoberklasse, wenn die erwachsenen Kinder freiwillig Zeit mit ihnen verbringen möchten), belegte sogar einen Japanischkurs bei der VHS, den ich allerdings bereits nach der 2. Stunde frustriert und traumatisiert wieder abbrach (liest Du das Drama HIER), und nun befinden wir also im "Land der aufgehenden Sonne". Diesen Post habe ich natürlich im Vorwege verfasst.

Bei funktionierendem WLAN werde ich mich bemühen, Euch den einen oder anderen Schnappschuss auf meinem Instagram-Account zu präsentieren. Leider taugt meine Handy-Kamera nicht viel, aber für ein paar Eindrücke wird's reichen.

Ja, die Fingernägel sind blau. Und der Rest nicht ... Der Anstrich hielt halt gerade so schön ...


Der Tatsache, dass ich nach Japan fahren werde, verdanke ich übrigens das Hören einer wunderbaren Geschichte aus jenem Land:

Eine mir sehr gut bekannte Deutsche probierte einst eine der dort häufig anzutreffenden Hightech-Toiletten aus. Es gibt dabei unter anderem eine "Po-Dusche" bzw. eher "Po-Reinigung". Zumindest bekommt man auf Knopfdruck einen kräftigen Strahl frisches, warmes Wasser auf den Allerwertesten gespritzt. Da besagte Deutsche keine japanischen Schriftzeichen kennt, wusste sie allerdings gar nicht, welche Funktionen es überhaupt gibt und was sie ansteuert und bekam einen gehörigen Schreck. Leider fand sie den Abstellknopf nicht, sondern verstärkte durch hektisches Bedienen - das Toilettenbecken selbst wurde nämlich nebenbei auch immer voller und sie hatte Angst, dass es überlaufen könnte - der Tasten zunächst den Wasserstrahl und stellte ihn anschließend noch auf "kalt".


Irgendwann erhob sie sich aus lauter Verzweiflung, woraufhin der kräftige Wasserstrahl zur "richtigen" Dusche wurde und sie selbst plus den Raum unter Wasser setzte. Am Ende fand sie dann doch noch den richtigen Knopf zum Abstellen und beschäftigte sich noch eine Weile damit, mit einer Menge Toilettenpapier den Raum wieder trockenzulegen. :)

Diese Story - sehr lebendig geschildert - hat mir seit langem mal wieder Lachtränen in die Augen getrieben. Herrlichst!!! :D Ich schwöre, ich werde keine solche Toilette ausprobieren, ohne dass mir jemand VORHER sämtliche Knöpfe haargenau erklärt.

P.S.: Hier noch ein ganz netter Link zum Thema: http://www.welt.de/lifestyle/article4307252/Washlets-bieten-Luxus-fuer-den-Allerwertesten.html 

Lederjacke: Gipsy
Kleid: Deerberg ("Sweatkleid Chloe") 
Strumpfhose: Hudson
Stiefel: Mjus
Von mir gibt's an dieser Stelle dann nach hoffentlich glücklicher Heimkehr und überstandenem Jetlag Neues - inklusive Japan-Bilder! Macht's Euch nett - sayōnara!

Freitag, 11. September 2015

Kleidung sucht passende Kombinationen

Lieben Dank für Eure Kommentare zu meinem Heideausflugspost. Die meisten bezogen sich dabei ja auf die Schafe oder die Heidelandschaft und weniger auf mein Outfit. ;) Aber zu Recht. Gefühlt steht mir "Sommerliches" weniger gut als "Winterliches" (wozu ich auch die meisten Herbst- und Frühlings-Outfits zähle) - ein Mehr an Kleidung kaschiert halt auch besser. Und eine schöne Landschaft finde ich im Übrigen auch irgendwie eindrucksvoller als mich selbst. ;)

Außerdem befinde ich mich gerade in einer Phase, in der mir - ebenfalls gefühlt - die Kleidungs-Kombinations-Fähigkeit ein wenig abhanden gekommen zu sein scheint. Eigentlich sollte die mit der Zeit besser werden, aber das Gegenteil ist offenbar - zumindest aktuell - der Fall. - Mit den Klamotten auf diesen 3 Fotos bin ich allerdings ganz zufrieden, wobei ich natürlich sehe, dass der Pulli nicht richtig sitzt - pardon!

Jedenfalls stehe ich z. Zt. regelmäßig vor meinem Schrank und habe größte Schwierigkeiten, zusammenpassende und dann noch halbwegs gut aussehende Sachen zu finden, obwohl es diese zweifellos gibt (das ist übrigens noch was ein anderes als dieses "Ich habe nichts anzuziehen"-Gefühl). Ziemlich blöd, das.

Da mich diese Phasen immer wieder ereilen, habe ich schon häufig über eine Art Inspirations-Pinnwand mit den besten Outfitfotos von mir nachgedacht. Am PC (z. B. auf Pinterest oder halt hier im Blog) helfen mir Fotos nicht so viel, da ich das Teil morgens früh nicht anwerfe. Zu meinem größten Bedauern haben wir auch kaum freie Wandflächen zu Hause - schon gar nicht in der Nähe meines Kleiderschranks - und ich möchte eigentlich auch nicht wirklich ständig und überall Fotos von mir sehen. Außerdem kann man ausgedruckt die Farben gar nicht richtig erkennen. Hm ... - Problem.

Wie macht Ihr das? Habt Ihr alles im Kopf (z. B. Sunny?), als Fan vom Minimalismus eh nicht soooo viel Auswahl und zudem jahrelange - auch beruflich bedingte - Kombinations-Erfahrung (wie Ines?), eine natürlich-spontane Entscheidungsfreude (so ist das wohl bei Bärbel?) oder zieht Ihr Euch ggf. 3x am Tag um (z. B. Katja?) ...? - Oder wie? Erzählt mal!

Und sonst so?

Bei mir geht's am Sonntag mit dem Sohn auf grooooße Reise ... Der Rest meiner Familie wappnet sich bereits gedanklich gegen meine Wutausbrüche bei der anstehenden Pack-Aktion, und mir wird auch schon ganz schlecht, wenn ich daran denke. Ich hasse, hasse, hasse, hasse, hasse Packen! Aber ohne geht's ja leider nicht ...

Sonntag, 6. September 2015

Ellerndorfer Wacholderheide

Es ist wieder Zeit für die Magie der Heideblüte!

Die Ellerndorfer Wacholderheide, knapp 60 Hektar groß, liegt im Landkreis Uelzen und erhielt ihren Namen aufgrund ihres besonders großen Wacholderbestands im Vergleich zu anderen Heideflächen in der Region.


Dass der dortige Schäfer mit seiner Heidschnuckenherde - zu der auch mehrere Ziegen und sogar ein Esel (cool!!) gehören - quasi nach Stundenplan, nämlich freitags, samstags und sonntags für je 2 Stunden (15.00 – 17.00 Uhr) in diesem Bereich unterwegs ist, wie ich im Internet las, war mir bis dato neu.


Heidschnucken vorweg, Ziegen und Esel hintendran. :)

Offenbar passen unsere Heidewanderzeiten aber recht gut zu denen der Heide-Schäfer im Allgemeinen, denn wir treffen bei nahezu jedem Heide-Spaziergang auf eine Schafherde. :)

Warum Heidschnucken so wichtig für den Bestand der Heidelandschaft sind, dürfen die Wissbegierigen unter Euch übrigens gern unter DIESEM LINK nachlesen.


In diesem Jahr sind unsere Ausflüge und Fotospaziergänge aufgrund diverser familieninterner Ereignisse ja leider etwas rarer gesät. Umso schöner war es, kürzlich bei Sonnenschein in dieser Gegend ein paar Stunden verbringen zu können. Ein paar "Outfit-of-the-day"-Fotos durften da natürlich auch nicht fehlen:




Shirt: MEXX Metropolitan
Hose: Tom Tailor Denim
Biker Boots: Unisa

Der Sommer ist mittlerweile wettertechnisch in den Herbst übergegangen und ich erwäge gerade täglich die häusliche Wiederaktivierung von Heizung und - ähem, aber ja, ich muss es zugeben - der Heizdecke für mein Bett. Zum Sommer habe ich ja im Grunde die gleiche Meinung wie Ines Meyrose, die ihre in diesem Beitrag sehr treffend beschreibt. :) Ein ganz kleines bisschen schade finde ich den Wetterwechsel jetzt aber doch.

Ich war in den Sommermonaten tatsächlich sehr wenig draußen, was meine blasse Haut beweist. Somit versuche ich an Ausflugstagen wie diesem in die Heide dann auch, besonders viel Vitamin D zu tanken. "Besonders viel" geht gar nicht, schon klar, aber ich gebe mir trotzdem Mühe und habe immerhin das Gefühl, es gut gemacht zu haben. :)