Sonntag, 22. März 2015

Aufgeben widerspricht der Aufgabe

... sagt man. ABER: Wie bedeutend ist diese Aufgabe? Und was ist der Preis?

Ist ein Sprachkurs, den man ursprünglich lediglich aus Spaß an der Freud sowie der Aussicht auf einen einwöchigen Urlaub vor Ort plus dem Wunsch, dem Gehirn zur Abwechslung mal wieder neues, ganz anderes Futter zu geben belegte, es wert, dass man bereits nach der 2. Unterrichtseinheit einen Nervenzusammenbruch erleidet, weil man ums Verrecken nicht mitkommt und sich von Leiterin und vereinzelten Mitlernenden unverstanden fühlt?

Japanische Floskeln / wiederkehrende Ausdrücke


Erste japanische Hiragana-Schreibübungen mit neuen Vokabeln
Henry Ford sagte einmal: "Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern."

Dem werde ich mich jetzt anschließen und meinen kurzen Versuch, ein paar Worte Japanisch zu lernen, beenden.
Ich bin überzeugt davon, dass ich zwar grundsätzlich fähig wäre, diese Sprache in ihren Grundzügen zu erlernen, nur bin ich es nicht jetzt und schon gar nicht im Rahmen des von mir belegten VHS-Kurses.

Im Garten blühte passenderweise gerade die japanische Zaubernuss
Die Tatsache, dass ich ein Mensch mit perfektionistischen Tendenzen bin und per se eben NICHT zum Aufgeben neige, hat mir die Entscheidung ziemlich schwer gemacht, aber ich denke, ich werde mich wieder unbeschwerter und freier fühlen, wenn ich zukünftig am Donnerstagabend keinen Sprachkurs-Termin mehr habe und mich wieder anspruchsloseren Gedanken oder/und Tätigkeiten widmen darf. ;)



Cardigan: Lands' End
Rollkragenshirt: Lands' End
Rock: Alba Moda Green
Strumpfhose: No name
Stiefel: Görtz Shoes

Kommentare:

  1. liebe Gunda, mein Sohn hat aus Spaß auch japanisch gelernt und mir oft erzählt und ich könnte es wohl auch nicht gut lernen obwohl ich in der Schule Englisch, Französisch und Latein hatte. Es kommt irgendwie nicht gut in meinem Hirn an das Japanisch. Ich finde auch lass es, was guten Tag heißt weisst du und Bitte und Danke... das reicht.
    Liebe Grüße Tina

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  2. Gunda braucht man Japanisch im Alltag ?? Wenn nicht ... ist es auch kein Ding ;)
    Nütze Deine anderen Talente ...
    Ich bin sprach unbegabt . Ich bin ebenfalls eine Nuss am PC , lese keine Anleitung und hab einen Orientierungssinn der seines gleichen sucht ..ABER ich bin extrem kreativ , hab sehr viel Humor und kann praktische Dinge ohne viel Erklärung verstehen . Manches mal bedauer ich es schon einiges nicht zu können oder zu verstehen ...aber dafür nütze ich meine Talente , die ich habe viel mehr aus aus , als früher . Und so denke ich habe ich viel mehr was ich kann , als das was ich nicht kann .

    LG Heidi

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    1. Naja, ich halte mich ja eigentlich auch nicht für doof ;) - aber der Kurs vermittelte mir eben DOCH das Gefühl ... - nicht schön, sowas.

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  3. Watashi was? Ach herrjeh... Das ist ja so eine komplizierte Sprache, dass ich auch glaube, einmal in der Woche reicht da bei weitem nicht aus, um sich wirklich damit auseinanderzusetzen. Und dann auch noch fremde Schriftzeichen. Ich denke, damit muss man recht früh und recht intensiv anfangen, damit man das irgendwann mal halberlei anwenden kann. Quäl dich nicht, es gibt genug andere Hobbies, bei denen du schneller ein Vorankommen siehst...
    LG Eva

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    1. Es hatte auf diese Weise auch nicht das Zeug zu einem Hobby, aber das konnte ich ja nicht ahnen ...

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  4. Klingt nach einer weisen Entscheidung, für die Du meinen vollen Respekt hast.
    Kopf hoch!

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    1. Vielen Dank. Seitdem ich die Entscheidung getroffen und eine Abmeldemail an die VHS geschrieben habe (bin nicht der Typ, der einfach nicht mehr hingeht - brauche immer "klare Verhältnisse"), geht's mir auch schon wieder besser.

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  5. Kann ich mir vorstellen. Das erfordert sehr viel Geduld und vor allem Zeit. Da muss man einfach Prioritäten setzen.
    Eine süße Kette hast du da. Passt farblich gut zum Rock.
    LG Sabine

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  6. Hi Gunda!

    Das kann ich SOWAS von verstehen! Ich denke da z.B. an meinen "Zumbakurs", wo ich bereits nach 10 Minuten bemerkt habe, dass ich (im Gegensatz zum Rest der Gruppe) nicht mitkomme. Nein, wenn man die ganze Zeit nur "herumkrampft", dann macht es keinen Spaß. Dann muss man sich halt ein anderes Hobby suchen, was einem eher liegt.
    Also zumindest das, was man freiwillig in seiner Freizeit macht, das sollte Spaß machen, finde ich. Geht es dagegen um etwas existenziell, was z.B. für den Beruf benötigt wird, dann muss man ggf. schonmal die Zähne zusammenbeißen, wenn man Anfangsschwierigkeiten hat. Bei privaten Dingen sehe ich das aber auch nicht ein.

    Lg, Annemarie

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    1. Vielen Dank, Annemarie. Genau diese Argumentation (Belastungsbereich Beruf vs. Belastungsbereich Freizeit) hat mir auch geholfen, die Entscheidung zu fällen, hatte mich da nämlich ECHT schwer getan!

      Beim Zumba ging's mir ja anfangs ähnlich, aber am Ende hab' ich DA ja für mich die Kurve gekriegt und Spaß dran gefunden. Ein Sprachkurs ist aber noch 'ne Spur härter, weil du da an deiner Hirnleistung zu zweifeln beginnst - also ich zumindest ... :-/

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  7. man muss nicht alles können. Und auch wenn die Schwiegertochter eine Japanerin werden könnte, musst Du es nicht können. Ich finde es eine tolle Geste, dass Du es versuchst... aber so trocken. Im VHS Unterricht. Ich glaube das wäre auch nichts für mich.
    Vielleicht packt es Dich ja, wenn Du hinkommst und die Sprache erlebst. LG Sunny

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    1. Tja - ich hatte ja gedacht, dass ich es so locker nebenbei wuppe. Leider total falsch gedacht. :-/

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  8. Wow ,finde es toll das du es versucht hast! Vielleicht klappt es beim nächsten Anlauf :)
    Süßes Outfit ,ich mag ja deinen Stil sehr sehr gerne. Hier sind wieder Rock und Kette absolut ein Highlight :)

    Liebe Grüße <3

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    1. Lieben Dank!! <3
      Nee, ich glaube, noch einen Anlauf werde ich nicht nehmen. Dazu ist mir die Sprache nicht wichtig genug.

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  9. hut ab! besonders vor deinen schreibversuchen. da ist kyrillisch ja ein klacks dagegen.
    liebe grüße
    bärbel ☼

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    1. Das Schreiben-Üben hat mir sogar noch am meisten Spaß gemacht ...

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  10. Wenn man schon etwas in seiner Freizeit macht, sollte es doch auch Spaß bringen. Und wenn Du nach einiger Zeit gemerkt hast, dass die Sprache nichts für Dich ist, finde ich die Entscheidung, aufzuhören, genau richtig. Gerade nach Feierabend soll man sich doch entspannen und wohl fühlen.
    Deinen Rock finde ich übrigens richtig chic.
    LG
    Ari - Ari Sunshine

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    1. Danke, Ari. Ja, so hab' ich das dann auch gesehen. Ein bisschen Hirnfutter hätte mir zwar nicht geschadet, aber nicht mit DEN Nebenwirkungen!

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  11. Moin,
    oh mann, da hast Du Dir aber auch einen Brocken aufgeladen.... Japanisch ist ja schon von der Struktur her eine völlig ungewohnte Sprache. Dazu dann noch mal eben die Schriftzeichen und die Aussprache. Im Rahmen eines VHS-Kurses halte ich das für normal begabte Menschen für unmöglich. Ich habe versucht, mir von unserem taiwanesischen Gastschüler ein wenig chinesisch beibringen zu lassen. Ausschließlich mündlich. Und selbst da habe ich (und ich habe relativ mühelos Latein, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch gelernt - ok, das war vor vielen Jahren...) aufgegeben. Ich fürchte, das könnte ich nur lernen, wenn ich ein halbes Jahr lang nichts anderes zu tun habe und täglich einige Stunden daran arbeite. Nebenbei? No way.

    Also gräm dich nicht, sondern freu Dich über das Outfit :-).
    Liebe Grüße aus dem Grippe-Lazarett
    Fran

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    1. Jupp, mache ich. :) Im Ernst - so etwas hilft tatsächlich. Habe mich am Samstag Morgen schon total auf die hirnlose Beschäftigung mit meinen Fingernägeln gefreut! :D

      In japanischer Aussprache war ich angeblich ganz gut und das Hiragana-Lernen hatte auch was Schönes. Ein bisschen traurig macht mich mein Aufgeben schon, aber nur ein bisschen.
      Weitermachen wäre schlimmer gewesen, schätz' ich.
      Spanisch wollte ich übrigens auch mal lernen - schon laaaaaange her. Habe ich damals aber ebenfalls nach ein paar Stunden aufgegeben, weil ich alle Worte französisch ausgesprochen habe. ;)

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