Montag, 31. März 2014

Ein Sonntagsausflug im März

Gestern nutzten wir das herrliche Bilderbuchwetter für eine kleine Sonntags-Rundtour über Dömitz und Lenzen nach Wittenberge.

Zeigte das Thermometer anfänglich, als der Frühnebel sich noch nicht gelichtet hatte, noch unter 10 Grad an, stieg es bei unserer Ankunft in Dömitz schon auf 16-19 Grad. Wir spazierten in der Nähe des Hafens an der Elbe entlang und genossen die Sonne.

Die Elbe bei Dömitz


Ruine der Eisenbahnbrücke Dömitz (am anderen Elbufer)


Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Dömitzer Eisenbahnbrücke von Jagdbombern angegriffen und stark beschädigt. Die Trümmer wurden in den Jahren danach peu à peu beseitigt. Auf dem Bild seht Ihr im Hintergrund die 16 Flutöffnungen auf der ehemaligen Westseite mit dem Brückenkopf, welche heute unter Denkmalschutz stehen.

Anschließend ging's auf der B195 weiter in Richtung Osten, wo wir in der kleinen Stadt Lenzen (im Nordwesten Brandenburgs) anhielten, einen Rundgang durch die recht hübsche historische Altstadt machten und einen Blick auf die Burg warfen, welche heute dem "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) gehört, der die historische Anlage zu einem Besucher- und Tagungszentrum umgebaut hat, wo Einblicke in Natur- und Kulturgeschichte der Elbtalaue gegeben werden.

Storchenpaar mit Frühlingsgefühlen vor der Burg :)



Viel los war nicht ...





Kein klassisches Touristenmotiv, aber gerade das gefällt mir.



Gefallen hat mir übrigens auch die Figurengruppe "Lenzener Narrenfreiheit" auf dem Burgvorplatz. Sehr gut gemacht und mal was anderes!

Als letztes Ziel unseres Ausflugs besuchten wir Wittenberge und verschätzten uns erst einmal gründlich in punkto Einwohnerzahl. Es leben ca. 17.500 Menschen in Wittenberge - wir dachten angesichts der Breite der zentralen Einkaufsstraße und einiger Gebäude jedoch eher so an 60.000 ...

"Modische" Flötistin am Elbufer
Nach Durchquerung der sanierten Altstadt gab's am Elbufer erst mal lecker Eis. Auf die Idee, bei dem Superwetter an die Elbe zu fahren, waren natürlich viele gekommen. Es war eine ganze Menge los, und wir daher schnell wieder weg. ;)

Persönliches Fazit des Tages: Dömitz und Lenzen werden wir bei passender Gelegenheit wieder besuchen. :)

Froh, mit keinem der gestern zahlreich anzutreffenden und in mehreren Einzelfällen gefährlich rasenden und "lästige Sonntagsfahrer" schneidenden Biker zusammengestoßen zu sein (Da brettern doch manche auf der Mittellinie der Landstraße ABSICHTLICH genau zwischen Verkehr und Gegenverkehr hindurch - sind die eigentlich irre?!??), ging es anschließend wieder nach Hause. Nice day!

Das Steintor in Wittenberge.

Freitag, 28. März 2014

Ärgernis Etiketten


Ein nicht zu übersehendes Marken-Label
Einen wunderschönen blau-gemusterten Schal hatte ich mir ausgesucht - gedacht dafür, ihn nett und möglichst harmonisch zu kombinieren … - aber dann blitzt es mir entgegen, das knallrote, quadratische Markenetikett. Rundum mit kleinen Stichen festgenäht schreit es „Hallo, hier bin ich - dein Erfurt-Label!“

Gut, es gibt ohne Frage eine Menge Frauen, die Schals und Tücher besonderer Marken gewissermaßen als „Wertanlage“ sehen und somit auch stolz auf Namen und Label-Kennung sein mögen. Ich verstehe natürlich auch, wenn so ein Schal/Tuch im Second Hand ohne Etikett (= „Wertminderung“) einen schlechteren Preis erzielt als eines mit Schildchen. 

Ich persönlich mag sie trotzdem nicht. Mich stören sie sogar sehr. Ich finde, es sieht einfach nicht schön aus, wenn sich so ein Etikett nach außen dreht oder "Hier bin ich" ruft – und das tun sie eigentlich immer!

Noch schlimmer sind die oft am Rand angenähten und somit vom Schal/Tuch „abstehenden“ Pflegeetiketten (farblich auch in 95 von 100 Fällen NICHT zum Stoff passend). Geschickte Hände mögen in Kombination mit guten Augen in der Lage sein, diese fein säuberlich aus Schals und Tüchern heraus zu trennen.
Mir ist diese Befähigung leider nicht gegeben, und selbst bei dem Versuch, das Pflegeetikett kurz über der Naht abzuschneiden, verschätzte ich mich gerade wieder einmal. Der Stoff meines schönen blauen Erfurt-Schals wies anschließend ein unansehnliches Loch auf, welches ich (<-- alles andere als ein Handarbeitstalent!) inzwischen in eine nicht minder unansehnliche Nahtstelle verwandelt habe. (*grrr*) 

Glücklicherweise ist der Schal groß, voluminös und gemustert – so wird es niemandem auffallen und ich werde diesen kleinen Unfall hoffentlich bald vergessen haben.

Die Grundproblematik stellt sich jedoch bei jedem neuen Schal- oder Tuchkauf wieder. Wie geht Ihr damit um?

Montag, 24. März 2014

Wer keine Ahnung hat ...

… macht trotzdem gleich mal mit.

Aktion Buntes 2014: Der März wird pink!
Ich als absoluter Newbie was das Bloggen angeht, traue mich jetzt mal was und verlinke mich bei der der März-Aktion von Ines Meyrose, deren informativen und inspirierenden Blog ich irgendwann entdeckte und seitdem dabei bin, diesen von hinten bis vorne (nun ja, ganz vorn bin ich noch nicht – Stand heute bei August 2013) durchzulesen.

Außerdem liiiiieeebe ich Pink (sowohl die Farbe als auch die Sängerin, aber das nur nebenbei bemerkt)! Ich habe keine Ahnung, welcher Farbtyp ich bin (möglicherweise Herbst??) und ob mir Pink nun besonders gut steht oder nicht (ich denke jedoch, Rot steht mir besser – insbesondere in Gesichtsnähe), aber ich liebe es nun mal. So. 

Pinkfarbene Dinge jedweder Art springen mir meist direkt ins Auge und es kostet mich oft ein hohes Maß an Beherrschung, nicht all diese Dinge haben zu wollen, nur weil sie eben existieren. 

Dies gilt jedoch nicht für pinkfarbenen Lippenstift. Abgesehen davon, dass ich so gut wie nie überhaupt Lippenstift verwende, steht mir Pink hier nullkommasowasvongarnicht - da fällt der Verzicht also leicht. Das gleiche gilt für pinkfarbene Brillen o. ä. – Gesichtsnähe eben. Obwohl … ich korrigiere: Eine coole Kette in Pink – mit schwarzem Oberteil kombiniert – das geht durchaus. Oder eben Schal oder Tuch mit Pink – ich habe eines, das ich sehr liebe – und das trägt man ja auch in der Nähe des Gesichts ... 

Ach, ich weiß auch nicht. Es gibt wohl doch keine Regel – entweder ich mag den Look oder eben nicht. Es braucht auch ein gewisses Maß an Mut für viel Pink. Diesen habe ich eigentlich, aber nicht immer - und dann in unterschiedlichen Ausprägungen. Und eine gewisse Seriosität will frau ab 50 ja auch wahren, gell? Also – zumindest meistens und so im Allgemeinen … *hüstel*

Lange Rede, kurzer Sinn - hier mein Beitrag als kleine Fotomontage - frisch vom letzten Freitag:



Samstag, 22. März 2014

Groß(stadt)-Einkauf mit Familie

Heute zog es mich nach vielen Monaten mal wieder nach Hamburg in die City. Schön war’s und ausgesprochen „erfolgreich“.

Meine Tochter macht in diesem Jahr Abitur, und da ich kürzlich erfahren habe, dass die Mädels zur Entlassungsfeier anders gekleidet erscheinen als zum Abiball, gingen wir heute das Abenteuer Kleiderkauf schon mal an. Wir landeten im La Moda Palace in der Ferdinandstraße, wurden dort hervorragend bedient und sind jetzt zumindest die Sorge um das „Ballkleid“ los. Ein sehr schönes Entlassungsfeierkleid wäre auch vorhanden gewesen, aber das gab unser Budget nicht mehr her.

"Kleider machen Leute."

Ich war unheimlich beeindruckt, was für ein Wandel in Haltung, Ausdruck und Gesamteindruck an und wahrscheinlich auch in einer 17-Jährigen vorgeht, wenn sie ein so wunderschönes, elegantes Kleid (mit hohen Probierschuhen) trägt, wenn sonst nur Jeans und Sneakers angesagt sind. *ganzdollstolzbin*

Anschließend durften mein Mann und ich sowie die Verkäuferinnen im Dr. Martens Store Hamburg miterleben, wie unsere Tochter, welche den Kauf von Schuhen bisher lediglich als lästige Notwendigkeit ansah, sich zum ersten Mal in ihrem Leben in ein Paar Schuhe – eben ein cooles Paar Dr. Martens Boots - verliebt hat. Als Mutter mit Schuhtick ging mir dabei natürlich gleich noch mal das Herz auf. 


Für mich selbst sprang heute tatsächlich eine Lederjacke heraus. Viele Frösche musste ich küssen Lederjacken musste ich anprobieren, bis mir überhaupt mal eine gepasst hat (wer kommt bitteschön eigentlich auf die Idee, Damenlederjacken mit der Größe 44/46 bzw. XL auszuzeichnen, wenn diese real mal gerade einer Größe 40 entsprechen????), die dann auch noch so saß, dass ich mir vorstellen konnte, sie mit nach Hause zu nehmen. Ich haderte noch ein Weilchen mit mir, ob ich die knapp 200 Euro lieber behalten oder ausgeben wollte, aber nun sind sie weg und eine schwarze, leichte Lederjacke (übrigens XXL, aber zumachen sollte ich sie nicht unbedingt …) ist mein. 
Mal gucken, wie oft ich sie nun tatsächlich tragen werde (Stichwort Modemathematik - gelernt von Ines Meyrose aus ihrem Blog - ein sehr schönes Wort!

BTW: Sollte jemand Interesse an einer älteren, aber hervorragend erhaltenen schweren Herren-Biker-Lederjacke ("Collezione del tempo") in Größe 50 haben – ich hätte da noch eine günstig zu verkaufen. Schreibt mir einfach!

Das alles sowie der Besuch unseres Lieblings-Eis-Cafés L’ItalianaGelateria in der Europa-Passage (himmlisch leckere Eisberge und herrliche Torten) waren die Highlights des Tages, aber auch sonst war es ein wunderschöner Samstag, den wir uns auch nicht durch kühl-regnerisches Wetter, überfüllte Geschäfte, 20-minütiges Anstehen vor Umkleidekabinen und furchtbar schmerzende Füße (ich hatte heute Morgen in der Abfahrhektik meine flachen Stiefeletten nicht gefunden und musste auf mittelhohen Hacken laufen) verderben ließen. 

Leider gehen diese schönen Tage viel schneller vorbei als nicht so schöne ...

Dienstag, 18. März 2014

Shopping Queen ... ICH???

Das Fernsehen ist schuld. Jahrelang habe ich mich nicht für Mode interessiert. Es galt einfach nur, etwas anzuziehen, so dass mir möglichst nicht kalt war, denn das ist es meistens. Insbesondere meine Füße lassen sich durch nichts außer durch von außen zugeführte Wärme in Form von elektrischen Fußwärmern oder, besser noch, Fußbädern dazu bringen, sich angemessen anzufühlen. Ich habe selbstverständlich sämtliche Varianten von Socken ausprobiert, auch 2 Paar übereinander sind nicht selten. Dazu im Winter eine dicke Decke und natürlich die aufgedrehte Heizung. Hilft meist alles nichts – die Füße bleiben kalt.
Ähnlich ergeht es mir mit dem Rest des Körpers, so dass sich irgendwann fast nur noch kuschelig-warme Fleece-Jacken in meinem Kleiderschrank befanden (T-Shirt drunter – fertig). Dazu irgendwelche Jeans oder Cargo-Hosen – möglichst günstig – und bequeme, meist flache Schuhe oder Boots. 

Mode fand ich uninteressant - Fernsehen hingegen mag ich. Auf VOX wurde eines Abends anstelle meiner geliebten Kochshow „Das Perfekten Dinner“ dann aber eine Styling-Doku namens „Shopping Queen“ gezeigt. Boah, fand ich die blöd!
Aber wie das oft so ist beim Fernsehen: Man guckt einmal, man guckt zweimal und ab dem dritten Mal ist man schon infiziert – vielleicht auch nur frau – auf jeden Fall infiziert. Also, ich zumindest.

Das Leitmotiv dieser Sendung kurz gefasst: Jede Frau, ob dick, dünn, groß, klein, jung oder eben auch alt kann nicht nur, aber AUCH mit Hilfe von Kleidung mehr aus sich machen, was den Kandidatinnen (und inzwischen auch gelegentlich männlichen Kandidaten) in dieser Sendung mal mehr und mal weniger gelingt. Das hat mich fasziniert, das wollte ich plötzlich auch.

Seither haben sich bereits diverse Einzelhandelsgeschäfte und Online-Shops mehr oder minder herzlich für die Überlassung meines hart verdienten Geldes bedankt und mir dafür meinen Kleiderschrank gefüllt. Dafür flog einiges Alte raus. Vieles, das schon da war, darf aber auch noch bleiben, und am Wochenende sowie zu Hause freue ich mich nach wie vor über meine geliebten Fleece-Klamotten. ;)

Seither lerne ich (so hoffe ich zumindest) stetig dazu: Über Modemarken, Kombinationen, Materialien ..., lasse mich durch Blogs und Bilder im Internet inspirieren und werde mutiger, was mein eigenes Outfit anbelangt. Mein kurzer, schwarzer Rock, der sich seit längerer Zeit einsiedlerisch in meinem Schrank langweilen musste, hat plötzlich Gesellschaft bekommen. Auch ein paar Fehlkäufe sind natürlich vorhanden – alte wie neue. Aber wie gesagt: Ich übe, ich lerne. Und das macht Spaß, weil Mode so herrlich undramatisch ist.

Bei meinem früheren Hobby, der Zucht von Britisch Kurzhaar Katzen, war das ganz anders. Darum habe ich nach rund 12 Jahren auch damit aufgehört, bin jedoch nach wie vor ein großer Katzenliebhaber und beherberge zu Hause einige Stubentiger, die auf diesem Blog evtl. auch das eine oder andere Mal zu sehen sein könnten – jedoch nach Möglichkeit NICHT in Kombination mit meinen Außer-Haus-Outfits, da sich diese und die zahlreichen Katzenhaare in unserem Zuhause absolut nicht vertragen. Aber wie heißt es so schön:

Ohne ein paar Katzenhaare ist man nicht richtig angezogen. :)