Mittwoch, 17. September 2014

"Bombig" was los in Lüneburg ...

In Lüneburg baut man gern. In zwei Gebieten, die man zuvor als "Lost Places" bezeichnen konnte, wurden alte Schuppen und Gebäude abgerissen und sollen nun schicke neue Wohnviertel entstehen. In einem der beiden geht's auch bestens voran, in dem anderen Gebiet hingegen - in der Nähe des Bahnhofs gelegen - kommt ständig etwas dazwischen.

Anfang März wurde die erste Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden, was sich mittlerweile mit weiteren Bomben sechsmal wiederholt hat. Während die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ans Werk gehen, werden die Straßen um den Bombenfund herum in einem bestimmten Radius gesperrt und sämtliche Bewohner evakuiert. Bisher belief sich der Radius immer auf 500 Meter. Heute ist die Bombe größer (250 statt 75 kg), der Umkreis für die Räumungen ebenfalls (1.000 statt 500 Meter) - betroffen sind ca. 12.000 Lüneburger und neben diversen anderen Straßen praktisch die komplette Innenstadt: Hotels, Lokale, Altenheime. Am Bahnhof läuft auch nichts mehr - der liegt ebenfalls im betroffenen Gebiet. Krass. (Link zur Lokalzeitung HIER.)

Warum ich darüber erzähle? Weil ich nur ganz knapp außerhalb des zu evakuierenden Gebietes wohne, glücklicherweise zu Hause bleiben darf und doch ganz schön mitfiebere.

Hoffentlich geht alles gut - möglichst ohne Sprengung - auf dass alle gesund bleiben und die Leute schnell wieder nach Hause dürfen!

Schön finde ich übrigens 2 Aktionen unseres Lüneburger Filmpalastes, welcher ebenfalls ganz knapp nicht von der Evakuierung betroffen ist:
Zum einen bieten sie ihre Filme heute Abend vergünstigt zum "Bomben-Preis" ;) an, zum anderen haben sie spontan Spätvorstellungen ins Programm genommen.
Tolle Ideen und bestimmt hilfreich für Viele! (HIER zum Nachlesen!)

Abschließend heute - statt Fotos - Musik der jungen Kölner Band "Kasalla" - eher untyptisch für mich als "Nordlicht", aber obwohl ich noch nie in Köln war und bei einer Klassenfahrt vor vielen Jahren eine Gruppe Kölner tatsächlich mal für Dänen gehalten habe (he, ich war erst 15!), verstehe den Text, mag neben der Stimme des Sängers einfach den Sound, die Melodie und ein klitzekleines bisschen passt's ja auch zum Thema oben.



Ein Stückchen Songtext ins Hochdeutsche gebracht: 

"Ja ja ja, wir sind immer noch da da da
weil man so schnell nicht kaputt geht
und weil die Sonne immer wieder aufgeht, singen wir
ja ja ja, wir sind immer noch da da da
trink mit mir auf dich und mich und ein neues Jahr
auf das, was ist, auf das, was kommt,
und auf das, was war"

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