Dienstag, 1. April 2014

Frisch getrennt


Meine allerliebste Lieblingsjacke war eine Herren-Winterjacke (ja, tatsächlich: Ich habe über Jahre sehr gern Herrenjacken getragen und werde es vermutlich wieder tun ...) der Marke XS EXES: Groß (Größe 50), schwarz, leicht, trotzdem wärmend, UND ICH HABE SIE GELIEBT! Ich habe sie sogar so sehr geliebt, dass ich sie trotz immer fadenscheiniger werdenden und am Ende aufplatzenden Stoffes an den Ärmelbündchen immer noch mal wieder angezogen habe.

Des Öfteren habe ich versucht, gleichwertigen Ersatz zu finden – es hat nicht funktioniert. Irgendwas war immer ganz anders und vor allem schlechter als an meiner liebsten Lieblingsjacke

Dann ging auch noch der Reißverschluss kaputt und das Innenfutter war dabei, sich partiell aufzulösen. Und da ich ja nun seit etwa einem knappen Vierteljahr an einem „neuen“, modischeren Ich bastele, durfte ich dieses wirklich extrem aufgetragene und zudem auch recht unförmige Teil vernünftigerweise nicht mehr in meinen Schrank lassen. 
Kopf versus Herz. Ach menno …

Somit habe ich die Jacke heute, nachdem sie sich mindestens 15 Jahre - vermutlich waren es sogar 20, so genau weiß ich das nicht mehr - aktiv getragen in meinem Besitz befand, mit Wehmut im Herzen endgültig entsorgt.

Und 2 Paar Boots gleich noch dazu (das erste alt und abgetragen, das zweite falsch gepflegt, so dass sich die Oberfläche ablöste …) – wenn man schon mal am Wegschmeißen ist.

In aller Regel kann ich mich ganz, ganz, ganz, ganz furchtbar schlecht von Dingen trennen. Dem Grundsatz vieler Frauen „Was ich ein Jahr nicht getragen habe, kommt weg.“ habe ich immer staunend gegenüber gestanden und mich gefragt: „Wie machen die das bloß?“ 

Wie läuft das bei Euch mit der Loslösung von Euren Lieblingen?

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